| Frühere Sportaren: |
Turnen, Schwimmen, Fechten, Fußball, Lacrosse, Basketball
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| Torschuss-Aktion des HC Göttingen auf dem Altstadtfest in Göttingen
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Mit 8 Jahren
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Vereine:
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HC Göttingen (bis 1995), DHC Hannover (Feld 95), RW Köln, Sardinero HC (Santander, Spanien) (2000/01)
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Schulen: |
Hermann-Nohl-Grundschule
(1982-86), Jahnschule ( 1986-1988), Felix-Klein-Gymnasium (1988-1995),
Glen Burnie High School Maryland, USA (1992-1993)
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| Universitäten: |
Deutsche Sporthochschule Köln (1995-2002), Universidad Menendez Pelayo Santander (WS 00/01), Universität zu Köln (1995-2005)
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| Sonstiges: | Schulsprecherin 1993-94 |
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| Bisherige Trainer: | Hans
Rochlitz, Jens Gebhardt, Nico Stankewitz, Ulf Cario, Wolfgang
Kluth. DHB-Trainer: Heino Knuf, Berti Rauth, Peter Lemmen, Markus Weise |
Beim Stichwort Olympia
gerät die laufstarke Mittelfeldakteurin von Rot-Weiss Köln auch gleich
so richtig ins Schwärmen: „Die Spiele in Sydney waren schon ein
absoluter Höhepunkt in meinem Leben. Auch Athen

wird sicher ein einmaliges Event, bei dem wir sportlich viel mehr
erreichen können, als uns die meisten zutrauen. Ich träume jedenfalls
vom Halbfinale.“ Aus ihren Worten spricht der Ehrgeiz und das
Kämpferherz einer Sportlerin, die in den vergangenen Jahren einige
Rückschläge zu verkraften hatte.
Gleich zwei Mal ist Franziska
bereits durch ihr Englisch-Examen gerasselt. Viele hätten vielleicht
schon aufgegeben. Für die 28-jährige, die im September 2002 den ersten
Teil ihres Lehramts-Studiums an der Sporthochschule Köln mit der Note
1,6 als Diplom-Sportlehrerin abschloss, kommt das nicht in Frage.
„Jetzt will ich es mir erst recht beweisen. Das ist ähnlich wie beim
Sport. Auch da muss man nach Niederlagen immer wieder aufstehen“,
erklärt sie ihr Motto. Neben dem Englisch-Examen steht im nächsten Jahr
auch noch der Abschluss in Spanisch auf dem Programm.
Überhaupt ist
Franziska ein großer Sprachen-Fan, hat ein Faible für exotische Länder
und Lebensarten. „Nur wenn man die Sprache versteht und spricht, kann
man auch in die Mentalität und Kultur fremder Länder eintauchen“,
begründet sie.

Ihre
Spanischkenntnisse hat die gebürtige Göttingerin, die seit neun Jahren
für Rot-Weiss Köln in der Bundesliga spielt, bereits bei mehreren
Südamerika-Reisen der Nationalmannschaft unter Beweis gestellt. Dort
hat sie als Kapitänin des Teams auch schon mal zur Verblüffung und
Begeisterung der Gastgeber auf Empfängen Dankesreden gehalten.
Dass
sie das Team mittlerweile nicht mehr als Mannschaftsführerin aufs Feld
führen darf, hat die 152-fache Internationale inzwischen akzeptiert.
Doch auch ohne die Binde gehört Franziska zu den angesehensten
Spielerinnen im Team. Ihr unermüdlicher Einsatz im Mittelfeld

macht sie zu einer kaum zu ersetzenden Stütze. „Franzi bringt sich mit
ihrer Laufstärke immer ins Spiel ein und gibt vor allem dann wichtige
Kommandos, wenn es mal nicht so läuft“, lobt Bundestrainer Markus Weise
seinen „Motor“.
Die beschriebene Spielweise widerspricht allerdings
ganz deutlich ihrem Spitznamen: Im Nationalteam wird sie nur „Kaiser“
genannt. „Da bezieht sich aber weniger auf das elegante, fast
körperlose Spiel von Kaiser Franz. Der Name ist irgendwie über die
Stationen Franzi und Franz entstanden. Irgendwann hat Caro Casaretto
mich dann nur noch Kaiser genannt,

jetzt sagen es alle“, klärt die Hallen-Weltmeisterin von 2003 auf. Ganz
entscheidend für das Sportverständnis des „Kaisers“ ist die Tatsache,
dass Hockeyspiele nicht mit dem Schlusspfiff aufhören. „Die gemeinsame
Entspannung nach dem Match, den Gegner kennen zu lernen, seine Art
verstehen zu lernen, das macht viel aus.“
Über den Tellerrand hat
Franzi schon mit 16 Jahren geschaut. Da ging sie ein Jahr im
US-Bundesstaat Maryland in der Nähe von Baltimore zur Schule, spielte
dort Fußball und Basketball in der Schulmannschaft. Ihr Sporttalent
brachte ihr sogar ein Stipendiumsangebot. Als Lacrosse-Spielerin hatte
sie den Scouts so gut gefallen, dass sie die kleine, drahtige Deutsche
gern in den Staaten behalten hätten. Wenn sie die Wahl hätte, würde sie
aber eher in Spanien oder Südamerika leben. Nach Olympia 2000 machte
sie bereits einen viermonatigen Sprachkurs in Santander. Ihr
Sporttalent öffnet Franzi da so manche Türen. Als sie als Kind nach der
ersten Balettstunde Mutter Erika (übrigens auch Lehrerin von Beruf)
stolz verkündet hatte, dass sie viel schneller als alle anderen gewesen
sei, stand fest, dass es für sie ein dynamischer Sport, möglichst mit
Ball, sein sollte.